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Eindeutiges Bekenntnis des Landkreises zum Erhalt des Baudenkmals

Hadler Kurier, 01.02.2017
von Thomas Schult

„Es gibt viel zu tun, also packen wir es an“, könnte das Motto an der Schwebefähre Osten-Hemmoor für die kommenden Monate lauten. Auf der Hauptversammlung zogen die Fördervereinsmitglieder Bilanz und wagten einen Ausblick.

Fast wäre der Saisonstart an der Schwebefähre im vergangenen Jahr nicht nur wegen des schlechten Wetters buchstäblich ins Wasser gefallen. Ein Ersatz für den defekten Frequenzumrichter kam erst zwei Tage vor der geplanten ersten Fahrt am 25. März 2016 an. Das bereitete dem Vorstand der Fördergesellschaft einige graue Haare, wie der Vorsitzende Karl-Heinz Brinkmann berichtete.

Danach verlief bis zur routinemäßigen Brückenprüfung der Betrieb störungsfrei. Eine Woche lang nahmen die Experten vom TÜV die „Eiserne Lady“ genau unter die Lupe, mit einem niederschmetterndem Ergebnis: Nicht nur die bereits bekannte und bewilligte Reparatur der vier Brückenpfeiler steht in nächster Zeit bevor.

Auch die Stahlkonstruktion braucht dringend einen neuen Korrosionsschutz. Birgit Greiner vom Amt für Baudenkmalpflege beim Landkreis Cuxhaven – dem Eigentümer der Schwebefähre – gab dazu nicht nur nähere Erläuterungen, sondern überbrachte auch Mut machende Aussagen aus dem Kreishaus.

So sei das Einwerben der dazu benötigten Fördergelder auf einem guten Weg und die Politik zeige eine grundsätzliche Bereitschaft, diese notwendigen Schritte zum Erhalt des Baudenkmals mitzutragen.

In Sachen Sammelantrag zur Anerkennung der noch existierenden acht Schwebefähren zum Weltkulturerbe der UNESCO komme jetzt Bewegung, wie Lothar Klüser, stellvertretender Vorsitzender der Fördergesellschaft mitteilte. Die Vertreter der europäischen Schwebefähren wollen sich in diesem Jahr in Paris treffen und den Antrag notfalls auch ohne argentinische Unterstützung auf den Weg bringen, da von dort seit längerer Zeit keine Reaktion mehr erfolgt sei.

Käme es tatsächlich zur Aufnahme der Schwebefähre in die Weltkulturerbeliste, stünden dem Landkreis und der Fördergesellschaft wesentlich mehr finanzielle Mittel zum Erhalt der Fähre in Aussicht.

Zuvor müsste allerdings auch noch der Fährkopf auf der Basbecker Seite der Oste erneuert werden. Die Arbeiten dazu sollen zeitnah nach Abschluss der Pfeilersanierung beginnen, wie Wolfgang Poit als Vertreter der Stadt Hemmoor bekannt gab. Positive Nachrichten gab es auch von der Fährstuv, dem Museum der Schwebefähre. Mit dem neuen Eigentümer des sogenannten Hammannschen Hauses schloss die Fördergesellschaft einen langfristigen Mietvertrag zu guten Konditionen ab und kann jetzt das gesamte Untergeschoss nutzen, wie Brinkmann mitteilte.

Damit stehen den aktiven Ehrenamtlichen jetzt zusätzlich ein Büro und ein Archiv zur Verfügung. Zurzeit unterstützt eine konstante Zahl von 260 Mitgliedern die Fördergesellschaft – einzig Fährleute werden weiterhin gesucht, um den Betrieb aufrechterhalten zu können.