Random header banner 1 Random header banner 2 Random header banner 3 Random header banner 4 Random header banner 5

Die Betonpfeiler haben große Risse und müssen schnellstmöglich saniert werden.  

Niederelbe-Zeitung, 30. Januar 2017
Von Carmen Monsees

Mit der Jahrhunderte alte Schwebefähre in Osten besitzt der Landkreis Cuxhaven ein Aushängeschild von Weltrang. Doch dem eisernen Industriedenkmal mit seinen vier Fundamenten setzt besonders die Feuchtigkeit zu. Die Risse in den riesigen Beton-Fundamenten werden immer größer.

Die Pfeilersanierung muss in diesem Jahr abgeschlossen werden, damit die Fördermittel nicht verfallen. Das wurde auf der Jahresversammlung der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten-Hemmoor am Freitagabend deutlich, wie aus dem Bericht des Vorsitzenden Karl-Heinz Brinkmann hervorging. Der positive Beschluss zur Sanierung ist bereits gefasst. 900 000 Euro muss der Landkreis investieren.

Wie Vorstandsmitglied Birgit Greiner, zudem Leiterin des Fachbereichs Denkmalschutz beim Landkreis berichtete, versucht der Kreis jetzt alle möglichen Fördertöpfe anzuzapfen. Die Behörde erwartet Bundesmittel aus dem Programm „National wertvolle Kulturdenkmäler“ sowie Leader-Förderungen der Region Kehdingen-Oste und dem Projektgebiet Hadler Region. In Kürze wolle ebenso die Stiftung Denkmalschutz über eine finanzielle Unterstützung beraten, so Greiner. „Wenn alle positiv entscheiden, erwarten wir eine Förderung in Höhe von 750 000 Euro.“ Das Sanierungsvorhaben müsse in diesem Jahr abgeschlossen werden, damit die Bundesmittel nicht verfallen. Die Ausschreibung – in dieser Größenordnung europaweit – solle umgehend erfolgen. Nach der längst überfälligen Pfeilersanierung steht in etwa drei Jahren erneut die Entrostung samt Neuanstrich des eisernen Gerüsts der Schwebefähre bevor. Der Kreis geht von zwei Millionen Euro Sanierungskosten aus und will Planungskosten in Höhe von 200 000 Euro in den Haushalt 2018 einstellen.

Kulturerbe-Jahr geplant

Das Jahr 2018 soll nach dem Willen der EU-Kommission, das Europäische Jahr des kulturellen Erbes werden. Das mögliche Kulturerbe-Jahr will der Schwebefährenverein zum Anlass nehmen, eine größere gemeinschaftliche Aktion zu planen. Vor diesem Hintergrund möchte der Vorstand ebenfalls versuchen, das Antragsverfahren um die Anerkennung der Ostener Schwebefähre zum Unesco-Weltkulturerbe zu beschleunigen.

Karl-Heinz Brinkmann berichtete weiterhin, dass die Einnahmen durch den Fährbetrieb mit etwa 33 000 Euro (ohne Spenden) dem Vorjahr gegenüber konstant geblieben seien.

Kassensturz

Das betreffe auch die Entwicklung der Mitgliederzahlen. Von den 260 Mitgliedern lebe eine Person in Ecuador. Sechs Mitglieder seien unter 18 Jahren. Der Altersdurchschnitt habe sich auf 58 Jahre gesenkt. Der Verein plane im kommenden Jahr neben den bewährten Aktionen für den Nachwuchs, ein „White Dinner“ zur Mitsommernacht, Ende Juni, auf der Fähre auszurichten. Näheres zur Veranstaltung, die schon jetzt einen Höhepunkt im Veranstaltungskalender verspreche, werde noch bekannt gegeben, so die Vorsitzenden Karl-Heinz Brinkmann und Lothar Klüser.