Random header banner 1 Random header banner 2 Random header banner 3 Random header banner 4 Random header banner 5
„Haus der Schwebefähre“ in Osten: Mitglieder geben Vorstand grünes Licht für Immobilienkauf / Kosten liegen bei rund 115 000 Euro

Niederelbe-Zeitung, 25. Januar 2016

Von Egbert Schröder

Der Vorstoß kam für die meisten Mitglieder der „Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre“ ziemlich überraschend: Soll der Verein das so genannte „Hammansche“ Anwesen kaufen? Dort ist der Verein bislang mit seiner „Fährstuv“, in der sich eine Ausstellung befindet, nur Mieter. Gehen die Vertragsverhandlungen glatt über die Bühne, wird der Verein demnächst aber Eigentümer der Immobilie sein. Die Vereinsmitglieder gaben am Freitagabend grünes Licht für den Kauf.

Dass ein kleiner Verein dieses Projekt schultern kann, ist für den Vereinsvorsitzenden Karl-Heinz Brinkmann darstellbar: „Es ist durchgerechnet und funktioniert.“ Der Kaufpreis liege bei rund 115 000 Euro. Allein durch das Einsparen der Miete für die „Fährstuv“ könne ein Großteil des Darlehns abgetragen werden. Hinzu komme im Obergeschoss die Einrichtung einer „Hausmeister-Wohnung“.

„AG Osteland“ mit im Boot

Zudem will sich die „Arbeitsgemeinschaft (AG) Osteland“ in das Projekt einbringen und dort Geschäftsräume einrichten. Nach Brinkmanns Aussage benötigt der Schwebefähren-Verein „dringend Lagerkapazitäten“. Ferner steht die Frage im Raum, ob in dem Gebäude auch eine öffentliche Toilette eingerichtet wird.

Das Kaufangebot umfasst nicht nur das unmittelbar an der Schwebefähre gelegene Haupthaus, sondern auch ein Vordeichgelände sowie eine denkmalgeschützte Scheune, die ein Sanierungsfall ist. Ob und was mit der Scheune passiert, steht noch nicht fest. Eine Sanierung wäre sicherlich nicht aus der Portokasse zufinanzieren und auch nicht mit den Rücklagen des Vereins, die sich aber immerhin auf rund 53 000 Euro belaufen. Möglicherweise könnte es erst zu einer Restaurierung kommen, wenn die Gemeinde Osten in ein Denkmalschutzprogramm gelangt.

Bürgermeister Carsten Hubert unterstützt den Plan für ein „Haus der Schwebefähre“. Hubert: „Die Rahmenbedingungen sind so günstig wie nie.“

Binnen weniger Minuten war die Entscheidung auf der Hauptversammlung gefallen: Einstimmig votierten die Mitglieder für den Kauf des „Hammannschen“ Anwesens.