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Buchvorstellung an Schauplätzen der Kindheit: Wilfried Stüven las aus seinem neuen Buch vor

Niederelbe-Zeitung, 29. März 2016

Von Arno Grewe

Das nennt man wohl die perfekte Konstellation. Der in Osten unweit der Schwebefähre geborene Autor Wilfried Stüven stellte seinen zweiten Roman „Wattengel“ in der „Fährstuv“ seines Heimatortes im Rahmen einer Lesung vor.

Vor zwei Jahren erschien sein Romandebüt „Im Schatten der Schwebefähre“, das er damals bereits in der Fährstuv vorstellte und nun folgte sein gerade frisch erschienenes Werk „Wattengel“. Stüven verriet: „Eine meine Lieblingsbeschäftigungen im Sommer ist das Wandern durchs Watt bei Cuxhaven.“

Zu Beginn konfrontierte er die Zuhörer mit der ihm häufig gestellten Frage: „Heißt es denn nun Watt-Engel oder Watten-Gel?“ Natürlich geht es in seinem Buch um Engel, und so las Wilfried Stüven auch die entsprechende Passage vor, in dem die „Wattengel“ ins Leben gerufen werden. Auch schildert er deren Entwicklung zu wertvollen Kunstobjekten. „Es gibt ein Geheimnis hinter diesen Figuren …“, führte der 62-jährige weiter vielsagend aus. Mehr sei noch nicht verraten.

In Osten geboren, verbrachte Wilfried Stüven seine „tolle Kindheit“ im Schwebefährendorf „an diesem wunderbaren Fluss“. Nun wohnt er in Bremen und widmet ein Kapitel seines neuen Romans auch dem Viertel, in dem er heute lebt. Sein Herz schlägt aber natürlich weiterhin für Osten.

Beginn mit einer Flaschenpost

Es ist kein Zufall, dass meine beiden Romane hier angesiedelt sind“, lautete dann auch die logische Intention Stüvens zur Entstehung seiner Bücher.

Seine Hommage an den längsten niedersächsischen Nebenfluss der Elbe: „Die Oste ist mein Gedankenfluss. Sie ist für mich stiller Zuhörer und mein Ratgeber zugleich.“ So beginnt sein neuester Roman auch mit einer Flaschenpost, die sich im Schilfgürtel der Oste verfangen hat.

Als Dank für seine Lesung erhielt Wilfried Stüven aus den Händen von Karl-Heinz Brinkmann, dem Vorsitzenden der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten-Hemmoor, eine Original-Schwebefährenuhr mit Nietensplitter aus dem Jahr 1909.

Übrigens: Wer mehr über die „Wattengel“ wissen möchte, hat noch bis zum 8. April die Gelegenheit, eine eigens dafür initiierte Ausstellung zu besuchen. Diese ist in den Räumen des Optikers Schüschner, Ostertorsteinweg 8 in 28203 Bremen, zu sehen.