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Klares Bekenntnis zur Schwebefähre

26.01.2014

Noch vor zehn Jahren mussten die Freunde der Schwebefähre um die Zukunft des überragenden Osteland-Wahrzeichens bangen. Ein Jahrzehnt danach hat sich die Situation grundlegend verbessert: Sowohl der Eigentümer, der Landkreis Cuxhaven, vertreten durch den SPD-Kreisfraktionschef und Otterndorfer Bürgermeister Claus Johannßen, als auch Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Brauer (parteilos) und Ostens Bürgermeister Carsten Hubert (CDU) legten am Freitag in der gut besuchten Hauptversammlung der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre klare Bekenntnisse zu dem maritimen Baudenkmal ab.

Die Bürgermeister verwiesen auf die im März anlaufende, "planerisch aus einem Guß" (Brauer) gestaltete Verschönerung des Ostener Fährplatzes und des Basbecker Fährkopfes. Die Samtgemeinde führt mittlerweile die Schwebefähre - die früher gleichsam als Ostener Privatsache angesehen wurde - als neues Logo nunmehr im offiziellen Briefkopf und auf ihrer Website.

Für die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. wies deren Vorsitzender Jochen Bölsche darauf hin, dass die beiden deutschen Schwebefähren an der Oste und am NOK im Mai im Mittelpunkt einer Festdekade zum zehnjährigen Bestehen der Deutschen Fährstraße stehen werden. Daran werden sich die Oste-Fähren in Osten, Gräpel und Brobergen - letztere war vertreten durch eine Delegation um die Vorsitzenden und Ostepreisträger Antje Rieckmann und Günter Schimkatis - mit einem gemeinsamen Oste-Fähren-Tag beteiligen.

Voran geht es auch mit der vierten Ostefähre, den "Püttenhüpper" vom Geesthof in Hechthausen-Klint, der durch Clemens von Marschalck vertreten war, der zugleich Vorsitzender des Samtgemeinde-Tourismusvereins An der Oste ist. Wie das Wochenblatt am selben Tag unter Berufung auf die Kranenburger Gemeindedirektorin Ute Kück meldete, sollen die Arbeiten am neuen Fähranleger am Ende der Kranenburger Straße "Am Damm" - gegenüber von Hechthausen-Klint -  möglichst im Mai abgeschlossen sein werden, also zur Fährstraßen-Festdekade. Das Vorhaben, zur Hälfte finanziert aus dem Leader-Programm, wird mit 52.000 Euro veranschlagt.

Mit einer guten Touristik-Nachricht konnte in der Ostener Veranstaltung auch Pastor Dieter Ducksch aufwarten: Die seit Jahren geplante Verlängerung des Mönchswegs von der Elbfähre Glückstadt - Wischhafen über Großenwörden nach Bremen soll am Pfingstmontag eröffnet werden. Die Oste überqueren soll die neue Radroute in Heeslingen bei Zeven. Vom Rönndeich wird ein Abstecher zur St.-Petri-Kirche in Osten führen.

Der Vorsitzende des Fährvereins, Karl-Heinz Brinkmann, und Stellvertreter Lothar Klüser bedauerten in ihrem Rechenschaftsbericht die weiterhin bestehende Vakanz in der Fährstuuv, die auch 2014 zu reduzierten Öffnungszeiten führen werde. Angesichts rückläufigen Fahrgastaufkommens sollen die Fahrzeiten der Fähre dem Bedarf besser angepasst und die Tarife angehoben werden. Die Finanzlage habe sich u. a. wegen einer Halbierung des Spendenaufkommens verschlechtert, berichtete Schatzmeister Michael Faltin. Namens der Fährleute hoffte Gerd-Michael Wilwert, "mehr Fährmänner und Fährfrauen" für den schönen Job gewinnen zu können. Die vom Fähren-Techniker Stefan Buck im Vorjahr bemerkten Roststellen betreffen, wie der Vorstand erfuhr, laut TÜV "keine relevanten Teile".

Als "Höhepunkt" des Fährjahres bezeichnete der 2. Vorsitzende Klüser die dreitägige Tour an den NOK; die Fahrt war von Renate Bölsche vom Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren innerhalb der AG Osteland zum Hundertjährigen der Kanalfähre für fast 50 Teilnehmer organisiert worden. "Richtig Spaß" mache immer wieder auch die Gemeindepartnerschaft mit Osterrönfeld (siehe SONDERSEITE), wo die Ostener stets "wie alte Freunde" begrüßt würden.

Klüser berichtete auch über die vom Weltverband der Schwebefähren verabschiedete "Osterrönfeld Declaration", die vorsieht, im Anschluss an die 5. Weltkonferenz Ende 2014 in Buenos Aires den Weltkulturerbeantrag notfalls auch ohne Beteiligung der britischen Nachzügler einzubringen.

Über den aktuellen Stand des Verfahrens wird der Darmstädter Industriearchäologe Dipl.-Ing. Rolf Höhmann als Ehrengast der diesjährigen Hauptversammlung der AG Osteland am Montag, 24. März, 19.30 Uhr, im Oste-Hotel in Bremervörde berichten.

www.oste.de