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Ziel bleibt das Unesco-Welterbe

Niederelbe-Zeitung, 15.09.2013

Die sieben letzten noch erhaltenen Schwebefähren der Welt sollen 2015 für das Unesco-Welterbe nominiert werden. Diese Absicht haben Vertreter dieser denkmalgeschützten Meisterwerke der Ingenieurbaukunst aus Argentinien, Großbritannien, Frankreich und Deutschland am Freitag in Rendsburg bekräftigt.

Dort war der 2003 unter der Schirmherrschaft des spanischen Königs Juan Carlos gegründete Internationale Verband der Schwebefähren aus Anlass des zurzeit gefeierten 100-jährigen Bestehens der Schwebefähre Rendsburg-Osterrönfeld zu seiner vierten Weltkonferenz zusammengetreten.

In einer am Freitag im Alten Rathaus der Stadt Rendsburg unterzeichneten „Osterrönfeld Declaration“ unterstrichen die Delegierten ihre Absicht, nach der bereits 2006 erfolgten Vergabe des Unesco-Titels an die Schwebefähre in spanischen Bilbao einen „supranationalen seriellen Ergänzungsantrag“ unter Führung der Schwebefähre im argentinischen Buenos Aires einzubringen, die im November 2014 ihr hundertjähriges Bestehen feiern wird.

Die Vertreter der drei britischen Schwebefähren sollen unterstützt werden, die in England und Wales noch bestehenden bürokratischen Hemmnisse auszuräumen oder alternativ die Option zu nutzen, später einen eigenen Ergänzungsantrag stellen, erläuterten der Sprecher des Weltverbandes, Jochen Bölsche (Osten), und der von den Fährkommunen mit der Antragserstellung beauftragte Industriearchäologe Dipl.-Ing. Rolf Höhmann (Darmstadt).

Die Bürgermeister von Deutschlands ältester Schwebefähre über die Oste, Dirk Brauer (Samtgemeinde Hemmoor) und Carsten Hubert (Osten), erhoffen sich vom Unesco-Titel eine Stärkung der touristischen Attraktivität.