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Fährverein zog Bilanz

Mit Weltkulturerbe-Titel kann für 2017 gerechnet werden

Elbe-Weser-Aktuell, 30.01.2013

Hoch erfreut zeigte sich Vorsitzender Karl-Heinz Brinkmann über ein volles Haus bei der kürzlich stattgefundenen Jahreshauptversammlung der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten-Hemmoor. Neben zahlreichen Mitgliedern und Gästen waren auch Vertreter aus den Vereinen und der Politik der Einladung gefolgt und haben damit ihr großes Interesse an der Schwebefähre bekundet.

In seinem Grußwort ging Bürgermeister Carsten Hubert auf den aktuellen Stand zum UNESCO-Weltkulturerbe ein. Die Aussichten auf Anerkennung seinen mehr als gut. Der Antrag sei im letzten Jahr offiziell bei der Kultusministerkonferenz angemeldet worden, die in diesem Jahr über eine mögliche Aufnahme in die Tentativliste entscheiden wird. Dann könnte im Jahr 2017 mit dem Titel gerechnet werden.

Auch der Hemmoorer Samtgemeindebürgermeister Dirk Brauer zeigte sich über die hohe Akzeptanz in der Bevölkerung hoch erfreut und betonte das auch die Samtgemeinde und die Stadt Hemmoor zur Fähre stehen. Anregungen, für die Schwebefähre den Weltkulturerbe-Status zu beantragen, seien "anfangs von vielen belächelt worden", sagte Brauer: "Heute wird nicht mehr gelächelt." Im Rahmen der Dorferneuerung soll in Osten der Fährplatz neu gestaltet werden und auf der Basbecker Seite ist eine Umgestaltung des Fährkopfes in Planung. AG Osteland-Vorsitzender Jochen Bölsche berichtete über die positive Entwicklung der fast zehn Jahre bestehenden Deutschen Fährstraße und über eine daraus resultierende hervorragende Partnerschaft zwischen Osten und Osterrönfeld.

In seinem Bericht ging Vorsitzender Brinkmann auf die abgelaufene Saison ein, die wie es anfangs schien nicht so gut zu laufen begann, dann aber doch das Rekordjahr von 2011 noch übertraf. Den Fährleuten ist es zu verdanken, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz und den vielen Fahrten, besonders auch außerhalb des Fahrplans, rund 54 000 Fahrgäste über die Oste „schweben“ ließen. Für die Saison 2013 liegen bereits 58 Anmeldungen von Busgesellschaften vor und nur 40 Prozent der Osten-Besucher würden mit der Fähre fahren, ergänzte Ehrenvorsitzender Horst Ahlf.

Brinkmann sprach den Fährmännern dafür seinen Dank aus, ebenso wie allen ehrenamtlichen Helfern, die zum Wohle der Schwebefähre immer zur Stelle waren wenn sie gebrauch wurden. „Ohne Euch wäre der Betrieb so nicht möglich“, so Brinkmann. Ein Glück für die Fördergesellschaft ist auch die Anerkennung als Einsatzstelle im Bundesfreiwilligendienst, die 2012 erstmals mit einem sogenannten „Bufdi“ in der „FährStuv“ besetzt werden konnte.

Die Vorbereitungen für den Saisonstart der Schwebefähre zu Ostern laufen bereits und die „FährStuv“ hat sich mittlerweile zu einem touristischen Anlaufpunkt etabliert. Auch für 2013 soll diese Stelle im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes in der „Kultur- und Denkmalpflege“ bei der Fördergesellschaft wieder besetzt werden. Interessierte können sich noch bei der Fördergesellschaft unter info@schwebefaehre-osten.de oder beim Vorsitzenden unter 0 47 71 – 64 34 92 bewerben.