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Alle hoffen auf das Jahr 2017

Schwebefähre Osten-Hemmoor startet Ostern in die Saison / Es wird noch ein Bundesfreiwilliger gesucht

VON THOMAS SCHULT

Voll war es am Freitagabend auf der Hauptversammlung der Gesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten-Hemmoor.

Zahlreiche Mitglieder, Vertreter der Lokalpolitik, der Kirche, der Heimatpflege, der Vereine sowie der AG Osteland waren anwesend. Bereits zum zweiten Mal infolge nahm dagegen niemand vonseiten des Landkreises als Eigentümer an der Versammlung teil. Unverständlich, betreiben und unterhalten doch die vielen Ehrenamtlichen mit der Schwebefähre einen der touristischen Höhepunkte im Kreis Cuxhaven.

Die Grußworte für die Gemeinde sprach Bürgermeister Carsten Hubert. Er erläuterte das Verfahren zur Anerkennung der Schwebefähre als UNESCO Weltkulturerbe (wir berichteten): „Alle Anträge sind fristgerecht auf den Weg gebracht worden.“ Somit bestünde eine gute Aussicht, dass die Fähre über das nationale Verfahren spätestens 2017 auf der Weltkulturerbeliste stehen könnte. Falls nicht, bliebe noch der Weg über den Sammelantrag aller weltweit existierenden Schwebefähren.

Hemmoors Samtgemeindebürgermeister Dirk Brauer betonte, dass die Fähre mittlerweile eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung habe und dass die Investitionen gerechtfertigt gewesen seien. „Die Samtgemeinde und die Stadt Hemmoor stehen zur Fähre.“ Der Vorsitzende der AG Osteland, Jochen Bölsche, blickte kurz auf das zehnjährige Bestehen der Deutschen Fährstraße zurück und freute sich über gute Beziehungen zu den Betreibern der Schwesterfähre am Nord-Ostsee-Kanal.

Karl-Heinz Brinkmann, Vorsitzender der Schwebefährengesellschaft, ging auf die abgelaufene Saison ein. Positiv stellte er die Arbeit des Bundesfreiwilligen (Bufdi) Alexander Ludewig heraus, der durch seinen Dienst in der Fährstuuv eine wichtige Anlaufstation für Touristen geschaffen habe: „Ich hoffe, dass wir auch in diesem Jahr wieder einen Bewerber für die Stelle finden.“

Zudem bedankte er sich bei den Fährleuten und allen anderen ehrenamtlichen Helfern, ohne deren Einsatz der Fährbetrieb nicht möglich gewesen wäre. Positiver als erwartet sei die Saison verlaufen. Mit gut 54 000 Fahrgästen sei ein neuer Höchststand erreicht worden – auch ein Verdienst der Fährleute, die viele Fahrten außerhalb der Reihe absolviert hätten. Der Ehrenvorsitzende Horst Ahlf ergänzte, dass rund 40 Prozent aller Osten-Besucher mit der Fähre fahren würden und dass sich für 2013 bereits 58 Busgesellschaften angekündigt hätten.

Kritisch sah Brinkmann die hohen Auflagen und Anforderungen des Landkreises zur Erlangung eines Fährführerscheines: „Allein die Prüfungskosten belasten die ohnehin angespannte Kasse mit rund 800 Euro. Hier wünsche ich mir etwas mehr Entgegenkommen.“

Niederelbe-Zeitung, 28.01.2013