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Die Fähre als Katalysator einer globalen Stadt

09.08.2012

Das Jules Verne Projekt von Nantes / Parallelen zu Osten

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -
Werner Funk, Horst Ahlf und Lothar Klüser
mit Yves Lainé (2.v.r) aus Nantes

Von einem gewaltigen Vorhaben berichtete kürzlich Yves Lainé, Président de l´association les Transbordés (www.lestransbordes.org), der mit seiner Ehefrau auf der Durchreise im Schwebefährendorf Station machte und auf der Schwebefähre und in der FährStuv umfassend vom Ehrenvorsitzenden Horst Ahlf und dem stellvertretenden Vorsitzenden Lothar Klüser informiert wurden.

Das Jules Verne Projekt von Nantes

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So soll sie einmal aussehen:
Die "Jules Verne Transporter High Bridge"

Derzeit gibt es Weltweit noch acht Schwebefähren und bald wird eine weitere hinzu kommen: Die Stadt Nantes, in Frankreichs Bretagne, plant bereits seit 2008 intensiv eine Schwebefähre über den Bras de la Madeleine, zur Insel Ile de Nantes, inmitten der Loire.

Die rund 160 Meter bis zum Festland sollen mit einem ca. 49 - 65 Millionen Euro teuren Neubau überbrückt werden, wo von 1903 bis 1958 schon einmal eine Schwebefähre stand. Die frühere Schwebefähre wurde von dem berühmten französischen Ingenieur Ferdinand Arnodin entworfen. Ein Nachbau würde rund 15 Mio. Euro kosten.

Notwendigkeit einer modernen Stadt

Die neue Schwebefähre wird überwiegend für den Tourismus ausgelegt. Man geht von 250.000 Besuchern jährlich aus, die bereits andere Attraktionen auf der Ile de Nantes besuchen. Sie erhält in luftiger Höhe von 60 Metern ein Outdoor-Promenadendeck mit zwei Aufzügen auf jeder Seite und einen fast 2000 Quadratmeter großen Innenraum mit Business Club, Konferenzraum, Restaurant mit 200 Plätzen und kleinem Hotel. Alles zusammen soll einen Jahresumsatz von 9,3 Mio. Euro erwirtschaften.

Derzeit kann die Insel nur über die Herzogin Anne-Brücke vom historischen Teil der 700.000 Einwohner Stadt erreicht werden, die überwiegend überfüllt ist.

Gedanken, wie schon vor über 100 Jahren in Osten

Als Entlastung der Brücke wurden alternativ drei Möglichkeiten in Erwägung gezogen. Zum einen eine klassische niedrige Brücke, eine Lift- oder Drehbrücke oder eine Schwebefähre. Allerdings bestehen die Behörden auf genügend Spielraum für hohe Schiffe auf beiden Armen des Flusses. Wie schon damals in Osten würde eine klassische Brücke, wie auch eine Lift- oder Drehbrücke kaum eine Entlastung für den Straßenverkehr bringen. Aber auch die Witterungsunkabhängigkeit wurde nicht außer acht gelassen. „Das Schließen des Bras de la Madeleine durch eine feste Brücke wäre ein tragischer Fehler, historisch, kulturell und auch geographisch“, heißt es auf der Webseite des „Jules Verne Projekts“. Die maximale Spannweite von Drehbrücken beträgt 100 Meter und es werden 180 Meter benötigt.

Also entschied man sich für die allseits bewährte Schwebefähre, allerdings spielt der nostalgische Gedanke keine Rolle. Die neue Brücke wird dem Besucher auf tausende von Quadratmetern viele Annehmlichkeiten, mit den Techniken des 21. Jahrhunderts bieten.

Sie wird den Verkehr, sowohl auf dem Wasser, als auch auf der Straße fließen lassen. Mit einer Tragfähigkeit von 80 Tonnen bietet die Gondel Platz für 20 Pkws und 200 Passagiere. Eine Überfahrt wird zwischen drei und vier Minuten dauern. Damit ist sie doppelt so schnell, wie die Ostener Schwebefähre zu ihren Glanzzeiten. Die Eröffnung ist für Mitte 2015 geplant.