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Auf dem Weg zum Weltkulturerbe

Seit 1909 schwebt sie über die Oste: die Schwebefähre Osten-Hemmoor

Gebaut, im Auftrag der Gemeinde Osten, um den Verkehr gezeiten- und witterungsunabhängig über den Fluss zu transportieren. Zuletzt zum Nadelöhr geworden und 1974 durch eine Straßenbrücke ersetzt, drohte der Fähre das Aus. Durch Beschluss des Kreistages vom 23. 6. 1975 wurde die »Schwebebahn Osten« in die Trägerschaft (Eigentum) des damaligen Kreises Land Hadeln, dem heutigen Landkreis Cuxhaven, übernommen und zum technischen Baudenkmal erklärt. Seit dieser Zeit setzt sich die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre für den Erhalt der Fähre ein.

Nach mehreren Stilllegungsund Sanierungsphasen, die kostspieligste dauerte von 2001 bis 2006, konnte 2009 das 100jährige Jubiläum der Fähre mit einem großen Fest gefeiert werden. Anlässlich dieses Jubiläums wurde die Schwebefähre von der Bundesingenieurkammer als „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ ausgezeichnet. Seit der Wiederinbetriebnahme 2006 ist die Fähre zu einem Tourismusmagneten der Region geworden.

Um diesem Interesse Rechnung zu tragen, wurde ein Fährinformationsraum, die „FährStuv“, eingerichtet. Hier erhält der Besucher
umfassende Informationen zur Geschichte der Schwebefähre. Für die kommende Saison, die am 1. April beginnt, wird in der „FährStuv“ eine kleine Sonderausstellung zum 50. Jahrestag der Sturmflut von 1962, mit dem Titel „Die Fähre in den Fluten“, gezeigt.

Ganz oben auf der Liste stehen aber die Bemühungen zur Anerkennung der Schwebefähre zum UNESCO Weltkulturerbe. Unter der Schirmherrschaft des spanischen Königs Juan Carlos I. wurde 2003 ein Weltverband gegründet, in dem die noch acht weltweit existierenden Schwebefähren zusammen arbeiten. 2006 wurde die älteste Schwebefähre im spanischen Bilbao zum Weltkulturerbe erhoben. Per Sammelantrag soll nun den verbliebenen sieben Schwebefähren in Argentinien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien ebenfalls zu diesem Titel verholfen werden.

Federführend für den Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren treibt der Rendsburger Bürgermeister Andreas Breitner den Antrag für die beiden deutschen Fähren in Rendsburg und Osten voran. Diese beiden Fähren sind die Wahrzeichen der von der AG Osteland konzipierten und 2004 eröffneten Deutschen Fährstraße Bremervörde – Kiel.

Osteland-Magazin 2012