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Jahreshauptversammlung 2011

NEZ, 31.01.2011

Schwebefähre in aller Munde

Ostener Fördergesellschaft zieht Bilanz / „Wunden“ des Jubiläumsjahres sind verheilt

Nach einem deftigen Grünkohlessen eröffnete Vorsitzender Horst Ahlf die 35. Jahresversammlung der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten-Hemmoor im Vereinslokal „Fährkrug“. In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Carsten Hubert den Fährmännern und den Vorstand für die positive Zusammenarbeit mit der Gemeinde und zeigte sich erfreut über die Entwicklung in dem „kleinen Tourismusbüro“ Fährstuv. Für eine neue Zuwegung zum Anleger sind bereits Mittel aus dem Förderprogramm Leader zugesagt worden und der Bau soll noch in diesem Jahr durchgeführt werden. Eine Neugestaltung des Fährplatzes sei aber aus Kostengründen nicht realisierbar.

Überall im Gespräch

„Schwebefähren sind überall im Gespräch“, sagte Jochen Bölsche, vom Vorstand der AG Osteland, und gab einen kurzen Überblick über wichtige Entwicklungen und künftige Ereignisse der Weltschwebefähren. Middelsbrough feiert in diesem Jahr das 100-jährige Jubiläum ihrer Schwebefähre, die spanische Fähre wird gerade generalüberholt und zwei Motorradfahrer aus England werden eine Benefiz-Tour zu den sieben Schwebefähren starten. Am 7. April werden sie in Osten erwartet.

Jubiläumswunden

Auch wenn die 100-Jahr-Feier ihre Spuren hinterlassen hat, wurde mit elf Personen im Fährbetrieb (davon vier neue Fährmänner) an sieben Tagen in der Woche gefahren. Die Besucher- und Fahrgastzahlen sprechen eine deutliche Sprache und ließen auch Schatzmeister Peter Burmester die „Wunden des Jubiläumsjahres“ vergessen, der sich um die Zukunft des Vereins keine Sorgen mehr macht. Sorgen bereitet dem Vereinsvorsitzenden Horst Ahlf allerdings das Basbecker Fährstück mit der Info-Meile der Weltschwebefähren, die in „Unkraut und Reet unterzugehen droht“ und mit wenig Aufwand „in Wert“ zu setzten wäre. „Auch macht uns der Vandalismus zu schaffen“, so Ahlf. Regelmäßig werden die Scheinwerfer, die nachts die Fähre anstrahlen, zerstört. „Die Fähre stößt auf immer mehr Interesse in der Öffentlichkeit, und das ist auch gut so“ – mit diesen Worten beendete Ahlf seinen Bericht.

Sein Stellvertreter Karl-Heinz Brinkmann stellte das Programm für 2011 vor und erläuterte, dass das „Promotion-Team“ wieder zum Einsatz kommen werde. Weiter wies er auf die kulturelle Bedeutung der Ostener Fährstuv hin, in der 2010 verschiedene Veranstaltungen, unter anderem Konzerte, Lesungen und die Stör- Ausstellung, durchgeführt wurden. Durch eine Neuanschaffung eines Großbild-Monitors, auf dem historische Fotos und Filme gezeigt werden sollen, soll das Angebot in der Fährstuv noch attraktiver werden. Ein eindrucksvoller Vorgeschmack wurde von Brinkmann am Ende der Versammlung demonstriert.

Aber was nützen die ganzen Anstrengungen, wenn die Ostener Schwebefähre nicht gefunden wird. So wurden Stimmen laut, die sich eine bessere Ausschilderung in Richtung Fähre, sowohl in Hemmoor an der B 73 als auch in Osten an der B 495, wünschten. Die jetzigen, wenn auch neuen, Wegweiser würden im „Schilderwald“ unter gehen. Die einzigen Wahlen auf der Tagesordnung der Jahresversammlung waren die der Kassenprüfer. Hierbei wurden Wilfried Röndigs und Horst Heywinkel in ihren Ämtern bestätigt. (khb)