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Winterpause für die Schwebefähre

28.10.2009

Ereignisreiche Saison geht zu Ende / Fahrten in den Wintermonaten nur auf Anmeldung

Sie hat es sich verdient, die Schwebefähre Osten-Hemmoor. Nach einer ereignisreichen Saison, in ihrem 100. Jahr, geht sie in die wohlverdiente Winterpause.

Das „Jahr der Oste“ begann für die Schwebefähre am 1. Mai mit dem Oste-Fähren-Tag. An diesem Tag hat die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten-Hemmoor e.V. das Buch „Über die Oste – Geschichten aus 100 Jahren Schwebefähre Osten-Hemmoor“ der Öffentlichkeit vorgestellt. In Zusammenarbeit mit dem MCE-Verlag aus Drochtersen entstand ein prächtiger, 160 Seiten umfassender Bildband mit vielen historischen und aktuellen Bildern, sowie Texten von Gisela Tiedemann-Wingst, Jochen Bölsche und weiteren Autoren, rund um die Schwebefähre. Der Leser taucht ein in die detaillierte Geschichte der Fähre, von den ersten Planungen bis zur Stilllegung, und erfährt Geheimnisvolles, Spannendes, Skurriles und Wissenswertes aus 100 Jahren. Immer wieder begegnen ihm dabei stimmungsvolle Fotoaufnahmen von Nikolaus Ruhl.

Neben den zahlreichen Besuchern, Radwanderern und Oldtimerfreunden machte das Hamburger Theaterschiff „Das Schiff“ Station an der Schwebefähre. Am 26. und 27. Juni gab es viel zu schmunzeln beim maritimen Abend „Von Kartuffelsupp und den flotten Heinrich“ und bei der schnellen, frechen und poetischen Revue rund um Matrosen, Mädels und Meer „Wenn ich die See seh’, brauch’ ich kein Meer mehr“. Am 30. Juli war die Schwebefähre Ziel des NDR-Fernsehens mit „Auf Tour mit Lars und Ludger“. Hier galt es das Motto „Elvis – die 50er Jahre“, welches am Vormittag bekannt gegeben wurde, auf dem Fährplatz umzusetzen.
 Vier Wochen später, am 30. August wurde, im ehemaligen Hammanschen Laden, der Fährinformationsraum „De FährStuv“ eröffnet. Unter dem Motto „Kieken, Klönen, Köpen“ kann sich der Besucher, auf übersichtlich gestalteten Schautafeln, über die Geschichte der Schwebefähre und Osten informieren. Im Jahr der Oste wurde erstmals die Apfelsaison nicht im Alten Land, sondern am 4. September an der Schwebefähre eröffnet.

In der Hemmoorer Fährstraße wurde die „Weltschwebefähren-Infomeile“ für den Besucher freigegeben und Schüler der Osteschule und des Gymnasiums Warstade beschäftigten sich künstlerisch mit der Oste und der Schwebefähre. Im Hemmoorer Rathaus und in einer Ausstellung beim Schwebefähren-Jubiläum konnten diese Werke bestaunt werden. Weiterhin fanden an der Fähre verschiedene Konzerte und ein ökumenischer Gottesdienst statt.

Der Festausschuss (Thomas Ahders, Horst Ahlf, Karl-Heinz Brinkmann, Lothar Klüser und Bärbel Zander) hatte für all dies nur wenig Zeit. Sie waren damit beschäftigt den Höhepunkt im Ostejahr, das Schwebefähren-Jubiläum vom 1. bis 4. Oktober, vorzubereiten. Mit einem abwechslungsreichen Programm im Festzelt, der Festmeile, dem Festumzug durch Osten und den „Wasserwelten“ in Hemmoor, sowie einer Auszeichnung der Bundesingenieurkammer zum „Historischen Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ wurde das Jubiläumsfest ausgiebig gefeiert. Die musikalischen Höhepunkte waren das „Rex Richter Quintett“ und Lilo Wanders am Freitag und „Paddy goes to Holyhead“ am Samstag im Festzelt. Weitere Höhepunkte an den Festtagen waren das „Salon-Orchester Niederelbe“, „SiSte“, der Kinderchor der Grundschule Osten, die „Katastrophen-Band“, der Kinder-Mitmachzirkus, „TaBa con fuoco", das Jugendakkordeonorchester der Musikschule Fröhlich, aus der Partnergemeinde Osterrönfeld, die „Blue Mountain Boys“ und die Big Band „Soundtrain“.

Neben den zahlreichen Ehrengästen konnten auch Schwebefähren-Freunde aus Rendsburg, Osterrönfeld, Frankreich, Spanien, Großbritannien und Argentinien begrüßt werden, die am Freitag, den 2. Oktober, weiter nach Rendsburg reisten um dort am Samstag an der Weltschwebefähren-Konferenz teilzunehmen. Auf dem Wasserweg reiste eine Delegation aus der Hemmoorer Partnergemeinde Rüdersdorf, mit zwei Booten und auf Einladung der Unternehmergemeinschaft Hemmoor, an und wurden an der Schwebefähre mit Musik in Empfang genommen. Selbst „Kaiser Wilhelm I.“ und „Kaiserin Augusta“ ließen es sich nicht nehmen und statteten der Jubilarin einen Besuch ab.

Für eine kleine Überraschung sorgte der Hemmoorer Ratsherr Siegfried Meinusch, als er in der „FährStuv“ ein vor Jahren beim Spaziergang, gefundenes Verkehrsschild mit der Aufschrift „Brückengeld“ der Fördergesellschaft übergab.

Fährfahrten nur auf Anmeldung

Jetzt ist sie vorbei, die Fähr-Saison im Jahr der Oste. Noch bis zum 1. November verrichtet die Schwebefähre, von 11 bis 17 Uhr, ihren Dienst und erwartet ab Karfreitag, dem 2. April 2010, wieder ihre Fahrgäste. Im Winterhalbjahr sind Fahrten nur nach Anmeldung, unter Telefon 0 47 71 – 23 38, möglich.

Beim Ostener Adventstreff am 6. Dezember fährt die Schwebefähre von 14 bis 18 Uhr halbstündlich. Die "FährStuv" hat an diesem Tag ebenfalls geöffnet.