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Die Schwebefähre – ein seltenes Juwel

Acht Schwebefähren sind weltweit von ehemals 20 Stück erhalten geblieben. Diese Raritäten, die eigentlich den Namen „Hängefähre“ verdient hätten, scheinen über das Wasser zu schweben - und hängen dabei an Seilen oder starren Trägern, die sie oberhalb des Wassers von einer Seite auf die andere ziehen. Völlig unabhängig von Wasserstand und Witterung gleiten sie sogar über zugefrorene Flüsse.

Als Verkehrsmittel haben Schwebefähren schon lange ausgedient. Aufwendige Bauweisen und Unrentabilität waren Gründe für die seltene Erbauung dieser interessanten Ingenieurleistung.

Die letzten erhaltenen Schwebefähren sind Zeugen längst vergangener Tage. Sie dokumentieren als Historisches Wahrzeichen einen kurzen Zeitraum an der Schwelle zur Moderne.

Die vielfältige Wertschätzung zeigt sich in den Gründungen von Vereinen und Freundeskreisen, den Ehrenvorsitz des Weltverbandes der Schwebefähren hat der spanische König Juan Carlos I. übernommen. Seit 2006 ist die Schwebefähre in Bilbao Weltkulturerbe und es gibt Bestrebungen, alle verbliebenen Schwebefähren in diesen Status mit einzubeziehen.

Die Auszeichnung „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ ehrt die bedeutendsten historischen Ingenieurbauwerke unseres Landes. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bewahrt die Bundesingenieurkammer die Arbeit von Ingenieuren davor, in Vergessenheit zu geraten. Zusätzlich möchten die Kammern kommende Generationen darin bestärken, mit Mut und Kreativität außergewöhnliche Leistungen zu erbringen.

Presseinfo der Ingenieurkammer Niedersachsen, vom 23.09.2009