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Eine Schwebefähre hat nicht jeder

Auf Fördergesellschaft kommen in diesem Jahr viele Projekte zu

Der Vorstand der Fördergesellschaft zur Erhaltung  der Schwebefähre Osten-Hemmoor e.V.LANDKREIS elb • Mit viel Arbeit sieht sich die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten e.V. in diesem Jahr konfrontiert. Das wurde auf der Jahreshauptversammlung am vorigen Freitag im Ostener „Fährkrug" deutlich - aber es soll sich lohnen: „Das ist unser großes Pfund; wir sind dabei, es zu nutzen", betonte Samtgemeindebürgermeister Dirk Brauer.

Gleich mehrere „Baustellen" sind dabei zu betreuen. So stehe zum einen für das „Jahr der Oste", 2009, die Einrichtung eines speziellen Museums an, das den Arbeitstitel „Fähr- und Flussmuseum" trage, berichtete der Ostener Bürgermeister Garsten Huber. Die Mittel seien bereits in den Haushalt eingestellt. Des weiteren soll am 3. und 4. Mai ein weiterer Fährmarkt stattfinden, allerdings werde es in diesem Jahr kein Bahnhofstraßenfest geben; „das im nächsten Jahr wird aber umso größer."

Ein weiteres Großprojekt ist dann die 100-Jahr-Feier, die vom 1. bis zum 4. Oktober gehalten wird. Im Zuge dessen werde die Erneuerung der Basbecker Schiffsanlegestelle ins Auge gefasst, erläuterte Fördergesellschaftsvorsitzender Horst Ahlf. Von 1830 bis 1954 genutzt, wurde sie für den dann entstandenen Portlandhafen stillgelegt: „Wir sollten dieses maritime Erbe erhalten." Die Stadt habe die Arbeiten in Auftrag gegeben; rund 110.000 Euro habe man für alle Arbeiten veranschlagt, wobei auch Förderung vom Land möglich sei, so Ahlf. Ein Fernziel wäre ein Museumsschiff, beispielsweise ein Ewer.

Insgesamt zeige sich, dass sich der Kampf um den Erhalt der Schwebefähre - die 1975 abgerissen werden sollte - gelohnt habe. Rund 60.000 Gäste verzeichne man seit der Betriebsaufnahme in 2006, „von Null auf 100 in zwei Jahren." Eine zusätzliche Attraktion stelle die Europakutsche dar, die die Schwebefähre oft nutze. Und: Der Schwerpunkt liege nicht mehr so sehr auf Übernachtungen, sondern verlagere sich auf die Tagesgäste. „Das ist eben etwas", freute sich Ahlf. „Schlösser und Burgen gibt es genug, aber eine Schwebefähre hat nicht jeder." Nun gelte es, „homogen" zu werben. „Wir müssen hier alle an einem Strang ziehen." Positiv sei die große Medienresonanz, aber auch gute Kontakte zu den insgesamt sieben verbliebenen Schwebefähren ebenso wie zu Bildungseinrichtungen: „Da gibt es kaum eine Ingenieurschule, die unser technisches Baudenkmal nicht besucht."

Elbe-Weser-Aktuell, 30. Januar 2008