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Wartung nur noch durch Experten

16. 2. 2006

Fälschlich durchgeflexte  Welle an der FähreDer Hochbau-Ausschuß des Landkreises hat am Donnerstag beschlossen, den Vertrag zwischen dem Kreis als der Eigentümerin der Schwebefähre und dem Betreiberverein, der Ostener Fördergesellschaft, zu verändern.

Wichtige Wartungs- und Reparaturarbeiten an der Fähre sollen, wie die NEZ meldet, künftig nicht mehr Sache des Vereins sein, sondern in Regie des Kreises erfolgen.

Hintergrund: Von unbekannter Hand war vor Jahren eine Welle des Fähren-Getriebes abgeflext worden. Das war nach Feststellung von Fachleuten die Ursache für die massiven Schäden, die letztlich zur vierjährigen Zwangspause führten.

"Der Einfachheit halber eine Welle abgetrennt"

In einem mehr als fünf Seiten umfassenden Beitrag der Vierteljahreszeitschrift "Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen" hatten, wie berichtet, die Cuxhavener Denkmalschützerin Dipl.-Ing. Birgit Greiner sowie Dipl.-Ing. Wolfgang Neß vom Niedersächsischen Landesamt bereits im April 2006 über die lange diskutierte Ursache der Stillegung geschrieben:

"Für den Antrieb waren ursprünglich zwei Elektromotoren zuständig, von denen bis zur jetzigen Stillegung nur noch ein Motor in Betrieb war. (Im Herbst 2001) wurden Schäden unbekannter Herkunft am Schienenträger festgestellt, die eine umgehende Stilllegung der Fähre nach sich zogen. ... Da die Fähre auch bei extrem verlangsamter Fahrt sehr unruhig lief und starke Erschütterungen im Bereich der Gondel auftraten, war sehr schnell klar, dass die Schadensursache nicht im Tragwerk, sondern innerhalb der Betriebstechnik zu suchen war.

"Schäden durch schwere Erschütterungen"

Von den beiden vorhandenen Motoren über vier Antriebsräder in Bewegung gesetzt. Durch Ausfall eines Motors wurde vor Jahren der Einfachheit halber eine Welle zu den hinteren beiden Rädern (Richtung Oste) abgetrennt, so dass die Gondel nur noch über die beiden vorderen Räder (Richtung Hemmoor) gezogen bzw. beim Zurückfahren geschoben wurde. Vermutlich aufgrund des geänderten Antriebes mit fehlendem Gleichlauf und dadurch sich ungleichmäßig abnutzenden Wellen und Zahnkränzen lief der obere Fahrwagen aus der Spur und wurde regelmäßig gewaltsam nur durch Motorkraft in seine ursprüngliche Lage zurückbefördert. Das abrupte Zurückfallen der schweren Gondel in die ursprüngliche Position verursachte die schweren Erschütterungen, die letztendlich zu den festgestellten Schäden an den Trägerverbindungen und der Schiene geführt haben."


Quelle: www.ostemarsch.de