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Visionen für die Eiserne Lady

15. 5. 2007

Schwebefähre Rendsburg soll aufgewertet werden

Rendsburg will Seite an Seite mit Osten und Hemmoor das Weltkulturerbe-Prädikat der Unesco für die beiden einzigen deutschen Schwebefähren anstreben. Das kündigte der Rendsburger Bürgermeister Andreas Breitner am Montag bei einer Schwebefähren-Konferenz im Kulturzentrum seiner Stadt an.

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Studenten-Entwurf für das Kanal-Fährumfeld

In die Bemühungen um eine Aufwertung des "bedeutendsten technischen Baudenkmals in Schleswig-Holstein" - im Volksmund "Eiserne Lady" genannt - habe sich bereits die Kieler Staatskanzlei eingeschaltet, berichtete Breitner vor fast 100 Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Touristik.

In der Konferenz zogen Vertreter der Landesinvestitionsbank Schleswig-Holstein ein Fazit ihrer zweijährigen Arbeiten an einer "Machbarkeitsstudie" zur touristischen "Inwertsetzung" der Rendsburger Schwebefähre. Einem Antrag an die Unesco in Sachen Weltkulturerbe würden, so die Bank-Experten, "von der internationalen Fachwelt gute Chancen eingeräumt".

Die diesbezüglichen Schritte würden, erklärte Breitner, mit dem in Osten ansässigen Arbeitskreis deutsche Schwebefähren in der Arbeitsgemeinschaft Osteland abgesprochen, der er selber angehört und der das Projektmanagement der Deutschen Fährstraße obliegt, die die beiden einzigen deutschen Schwebefähren verbindet.

In einer ersten Stufe sollte die Schwebefähre an der Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal nach Ansicht der Kieler Bank durch ein "Welcome-Center", ein Restaurant, einen Brücken-Aufzug und einen Hochseilgarten aufgewertet werden. Über eine zweite Ausbaustufe mit Erlebnis- und Bikezentrum sowie einem Jugendhotel könne später entschieden werden, rieten die Fachleute der Landesinvestitionsbank.

Wie enorm das touristische Potential Rendsburgs sei, demonstriere der starke Ansturm auf das jährliche Eon-Hansecup-Ruderrennen mit mehr als 100 000 Besuchern an der Schwebefähre.

Die Gestaltung des Umfeldes der Rendsburger Schwebefähre war zugleich Gegenstand  von Visionen, die 18 Architekturstudenten der Hamburger Hafencity-Universität mit den Professoren Klaus Sill und Klaus Schlabbach entwickelt hatten und die zur Zeit in der Rendsburger Stadtbibliothek ausgestellt sind.

Die Studenten hätten, so Professor Sill, mit ihren Entwürfen - zum Beispiel Sporttribünen, Jugend- und Luxushotels, Wellness-Einrichtungen sowie ein Science-Center und ein Fährmuseum - dem Umstand Rechnung getragen, dass immer mehr Touristen im Urlaub Interesse für Technik und Kultur bekundeten.

Tagungsteilnehmer aus Niedersachsen, darunter der stellvertretende  Hemmoorer Samtgemeindebürgermeister Johannes Schmidt, AG-Osteland-Vize Jochen Bölsche sowie Renate Wendt vom Osteland-Arbeitskreis Messen und Märkte, nutzten die Konferenz, um mit Bernd Sienknecht, dem neuen Bürgermeister der Schwebefähren-Gemeinde Osterrönfeld, den Aufbau eines Osteland-Informationstandes beim nächsten Fest am Kanal zu verabreden.

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