Random header banner 1 Random header banner 2 Random header banner 3 Random header banner 4 Random header banner 5
"Fähre wichtig für gesamte Region"

28.01.2007

Grüne Woche

Aus der Sicht der niedersächsischen Landesregierung ist das 2006 restaurierte nationale Baudenkmal Schwebefähre Osten - Hemmoor nicht nur für die Anrainer-Gemeinden von hoher Bedeutung, sondern für die gesamte Flußregion in den Landkreisen Cuxhaven, Stade und Rotenburg/Wümme. Daher müsse das Wahrzeichen des Ostelandes, dessen 100-jähriges Bestehen in zwei Jahren ansteht, "für die Region als Ganzes in Wert gesetzt werden", erklärte Regierungsdirektor Siegfried Dierken vom Amt für Landentwicklung in Bremerhaven am Wochenende auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

In einer Rundfunk-Talkshow, die live vom Messegelände übertragen wurde, unterstrich auch der Cuxhavener Kreisrat Günter Jochimsen, das technische Baudenkmal sei ein "besonderes Kleinod".

Die Schwebefähre, die seit 2004 touristisch in die länderübergreifende Deutsche Fährstraße Bremervörde - Kiel eingebunden ist, sei hervorragend geeignet, "Touristenströme in die gesamte Region zu leiten", urteilte der Ostener Bürgermeister Carsten Hubert.

Seit der Wiederinbetriebnahme der für 1,6 Millionen Euro sanierten Stahlfachwerkbaus im März 2006 hätten bereits rund 40 000 zahlende Fahrgäste die Schwebefähre genutzt, berichtete der Vorsitzende des Ostener Betreibervereins, Horst Ahlf, in der Talk-Runde.

Nach den Worten der Cuxhavener Denkmalschützerin Birgit Greiner sollte für sämtliche acht noch existierenden Fähren dieser Art der Status des Unesco-Weltkulturerbes angestrebt werden, der voriges Jahr der ältesten Schwebefähre der Welt bei Bilbao (Spanien) verliehen worden war.

Die Restaurierung der Schwebefähre war auf der Grünen Woche Bestandteil einer Sonderausstellung des Landes Niedersachsen mit dem Titel "Beste Projekte der Landentwicklung". Ein über drei Meter langes motorisiertes Modell der Schwebefähre, betreut von den Modellbauern Horst Kröncke und Herbert Dodegge, zog ebenso viele Besucher an wie eine Reihe von Bildwänden mit Fährstraßen-Motiven des Ostener Fotokünstlers Nikolaus Ruhl.

Regen Zuspruch fand auch ein Glücksrad, an dem es Gutscheine für Oste-Urlaube und -Schiffstouren zu gewinnen gab, außerdem, als Trostpreise, Rollmöpse und Postkarten.

Angetan von der bunten, lebendigen Präsentation des Ostelandes war nicht nur der Hemmoorer Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Brauer, sondern auch dessen Stellvertreter Johannes Schmidt. "Dieser Mitmach- und Erlebnisstand ist das attraktivste Angebot in der gesamten Niedersachsenhalle," freute sich Schmidt, der seit kurzem auch Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Tourismus der Samtgemeinde ist.

Dass die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., die auf der Grünen Woche auch für ihr neues Projekt "Krimiland Kehdingen-Oste" warb, in Hannover besondere Wertschätzung genießt, zeigt ein jetzt eingegangenes Schreiben des niedersächsischen CDU-Fraktionsvorsitzenden David McAllister an die beiden Osteland-Vorsitzenden Gerald Tielebörger (Wingst) und Jochen Bölsche (Osten).

Darin teilt McAllister mit, dass im jüngsten Bericht der Landesregierung zur Verbesserung der wassertouristischen Infrastruktur in Niedersachsen ausdrücklich auch die Deutsche Fährstraße genannt wird. "Das verdeutlicht die hohe Bedeutung, die Ihrer Arbeit für den Wassertourismus in Niedersachsen landesweit beigemessen wird," schreibt der CDU-Politiker.

Die AG Osteland hatte im Mai vorigen Jahres die Landesregierung darauf hingewiesen, dass es im niedersächsischen Abschnitt der Deutschen Fährstraße - die aus einer Auto-, einer Fahrrad- und einer Bootsroute besteht - noch an Oste-Anlegern für die Sportboot- und Fahrgastschiffahrt mangele, und zwar insbesondere in Oberndorf, Hemmoor, Osten und Hechthausen-Klint.

Ferner seien die Einrichtung eines Besucherzentrums mit Fährmuseum an der Schwebefähre Osten, eine Tourist-Info in Hemmoor und der Ausbau der Radwege-Infrastruktur entlang der Oste erforderlich, um das strukturschwache Osteland für den immer schärferen Wettbewerb mit anderen Tourismusregionen zu wappnen.

Die meisten der angeregten Vorhaben seien mittlerweile in die einschlägigen Planungen im Zuge der "Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepte" (Ilek) einbezogen worden, resümiert die AG Osteland.

Viele Schnappschüsse vom Oste-Stand auf dieser SONDERSEITE.

Quelle:  www.ostemarsch.de