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Drittbeliebtestes Denkmal der Deutschen: 
Die Schwebefähre

Das Ostener Technikdenkmal landete nach bundesweitem Aufruf zur Wahl im ZDF ganz weit vorne

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Osten (ur). Dass der historische Wert der Ostener Schwebefähre als eines der weltweit letzten technischen Baudenkmale seiner Art weit über die Grenzen des Landkreises hinaus allgemein anerkannt ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Dass die Fähre aber bei den Bundesbürgern den Status als eines der drei beliebtesten Denkmale genießt, ist einigermaßen überraschend aber amtlich.

Die zwischen 2004 und 2006 umfassend sanierte Schwebefähre landete bei einer Wahl auf dem dritten Platz der beliebtesten Denkmale in Deutschland. Im vorigen Dezember hatte das ZDF bundesweit zur Wahl des Lieblingsdenkmals des Jahres 2006 aufgerufen. Seit 15 Jahren präsentiert der Fernsehsender in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in seiner Sendung „Bürger, rettet Eure Städte" jeden Monat vom Verfall bedrohte Baudenkmale und wirbt für den Erhalt bedeutsamer architekturgeschichtlicher Zeugnisse regionaler Baukunst.

Wahl des Lieblingsdenkmals

In mehr als 140 Sendungen wurden so bereits rund 300 Kulturdenkmale vorgestellt, darunter die Schwebefähre in Osten. Dem Aufruf zur Wahl ihres Lieblingsdenkmals sind viele Zuschauer nachgekommen und votierten über das Internet für ihre persönlichen Favoriten. Die Ergebnisse lagen im Februar vor. Sie wurden von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im Internet unter www.denkmalschutz.de  veröffentlicht.

Die Bedeutung des 3. Platzes bei der Wahl und damit des Beliebtheitsgrades der Fähre in der Bevölkerung wächst noch mit dem historischen Gewicht der drei Denkmale, die sich auf den ersten beiden Plätzen befinden. Zum Lieblingsdenkmal 2006 und Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wurde das Palais im Großen Garten in Dresden gewählt. Das einmalige Bauwerk findet weltweit als Meisterwerk barocker Baukunst Beachtung. Es markiert den Beginn der glanzvollen Epoche großartiger Bautätigkeit, die das Gesicht Dresdens in den folgenden Jahrhunderten maßgeblich prägte.

Das Palais teilt sich Platz eins mit dem Bodemuseum in Berlin. Erst im vorigen Oktober wurde der Palast im Neobarockstil auf der Museumsinsel feierlich wiedereröffnet. Damit konnte ein wichtiges Kapitel der Wiederherstellung der Berliner Museumsinsel abgeschlossen werden. Heute beherbergt das Gebäude die Skulpturen-Sammlung und das Museum für Byzantinische Kunst.

Platz zwei belegt die ehemalige Hutfabrik im brandenburgischen Luckenwalde. 1922/23 wurde das Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vom Architekten Erich Mendelsohn errichtet. Heute ist die Hutfabrik in jedem Lexikon der Architekturgeschichte zu finden. Mit dem Wiederaufbau wurde im Jahr 2000 begonnen.

Der Landkreis Cuxhaven als Eigentümer der fast 100 Jahre alten Schwebefähre feiert die Anerkennung für das Baudenkmal beinahe überschwänglich. Die Wahl wird als große Auszeichnung empfunden und als Ermutigung, sich auch weiterhin für den Erhalt des einzigartigen Bauwerks einzusetzen. Dass die Begeisterung für die Schwebefähre derart groß und flächendeckend ist, mag selbst ihren Träger überrascht haben, erklärt sich aber womöglich durch die Faszination der feingliedrigen Konstruktion in Verbindung mit einer verblüffenden, anspruchsvollen Technik und nicht zuletzt auch durch ihren reizvollen Standort an der beschaulichen Oste.

Einzigartiges Bauwerk

Hinzu kommt, dass es heute weltweit nur noch acht dieser schon zu Beginn des Industriezeitalters sehr seltenen Brückenkonstruktionen gibt. Die technische Leistung einerseits und die architektonische Besonderheit andererseits bewirken offenbar, dass die Schwebefähre medienwirksam und äußerst attraktiv für ein breites Publikum in Szene gesetzt werden kann.

 

NEZ, 12.04.2007