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CDU-Spitzenmann für Osteland-Idee

15. Juni 2007

Das Land Niedersachsen soll sich dafür einsetzen, dass die beiden einzigen historischen Schwebefähren Deutschlands am niedersächsischen Elbnebenfluß Oste und am schleswig-holsteinischen Nord-Ostsee-Kanal zum Weltkulturerbe der Unesco erhoben werden. Dafür hat sich der Vorsitzende der CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag, David McAllister, in Briefen an den hannoverschen Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) und an den stellvertretenden Bürgermeister der Samtgemeinde Hemmoor, Johannes Schmidt (SPD), ausgesprochen.

Schmidt hatte sich gegenüber McAllister für die Forderung des Arbeitskreises deutsche Schwebefähren innerhalb der AG Osteland e. V. stark gemacht, den beiden Bauwerken aus der Kaiserzeit denselben Status zu verleihen wie der ältesten Schwebefähre der Welt im spanischen Baskenland.

Die 1893 in Portugalete bei Bilbao erbaute "Mutter aller Schwebefähren" war im Juli vorigen Jahres nicht zuletzt dank der Fürsprache des spanischen Königs Juan Carlos I. von einer Unesco-Konferenz im litauischen Vilnius mit dem begehrten Weltkulturerbe-Status ausgezeichnet worden.

Für die einzige außereuropäische Schwebefähre in Buenos Aires läuft seit Anfang vorigen Jahres ein entsprechendes Antragsverfahren.

Parallel zu der niedersächsischen Initiative für die 1909 erbaute Schwebefähre zwischen Osten und Hemmoor - eines von weltweit nur noch acht erhaltenen Bauwerken dieser Art - setzt sich die schleswig-holsteinische Landesregierung für die Vergabe des Unesco-Titels auch an die Schwebefähre unter der Hochbrücke zwischen Rendsburg und Osterrönfeld ein (mehr hier).

Nach Angaben des Sprechers des Arbeitskreises Deutsche Schwebefähren, Jochen Bölsche (Osten), wirkt zur Zeit auf Initiative des Rendsburger Bürgermeisters Andreas Breitner auch der Chef der schleswig-holsteinischen Staatskanzlei, Heinz Maurus, auf eine Einbeziehung der Schwebefähre über den Nord-Ostsee-Kanal in das Weltkulturerbe der Unesco hin.

Bei der Rendsburger Hochbrücke handelt es sich nach dem Urteil des Kieler Landeskonservators Dr. Michael Paarmann um das bedeutendste technische Baudenkmal in Schleswig-Holstein.

In seinem Brief an Wissenschaftsminister Stratmann schreibt McAllister: "Die beiden letzten Schwebefähren in Deutschland sind wie die älteste Schwebefähre bei Bilbao technische Denkmäler von nationaler Bedeutung. Sie zeugen von einer technischen Meisterleistung in der Vergangenheit und sind Wahrzeichen sowie Alleinstellungsmerkmale in der jeweiligen Region. Es gilt, diese auch für die zukünftigen Generationen zu bewahren.

Der Status als Weltkulturerbe hilft darüber hinaus, langfristig den Erhalt der Schwebefähren zu garantieren und das technische Denkmal noch bekannter zu machen. Außerdem können Fördermittel der Europäischen Union leichter eingeworben werden, wenn es sich um die Bewahrung eines Weltkulturerbes handelt."

In seinem Brief hebt McAllister die touristische Bedeutung des sogenannten "Eiffelturms des Nordens" hervor, der laut einer Abstimmung unter ZDF-Zuschauern zu den vier schönsten Baudenkmalen Deutschlands zählt und nach mehreren Instandsetzungen seit April 2006 wieder für touristische Zwecke in Betrieb ist.

Die Bauwerke bei Osten und Rendsburg lägen, so McAllister, "beide an der sogenannten Fährstrasse Bremervörde - Kiel", die im Mai 2004 eröffnet wurde und rund 50 maritime Sehenswürdigkeiten verbindet. "Im Interesse des Arbeitskreises Deutsche Schwebefähren/German Transporter Bridges Association hoffe ich auf Ihre wohlwollende Unterstützung," heißt es abschließend in dem Brief an den Wissenschaftsminister.

Dem im April 2006 gegründeten Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren, einer Untergliederung der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., gehören unter anderem die Bürgermeister Andreas Breitner (Rendsburg), Bernd Sienknecht (Osterrönfeld), Dirk Brauer (Hemmoor) und Carsten Hubert (Osten) sowie als Vertreterin des Landkreises Cuxhaven, des Trägers der Oste-Fähre, die Denkmalschützerin Birgit Greiner an.

Im Weltverband der Schwebefähren / World Transporter Bridges Assiciation arbeitet die deutsche Dachorganisation mit Vertretern der Schwebefähren-Städte Rochefort (Frankreich), Portugalete (Spanien), Buenos Aires (Argentinien) sowie Newport, Middlesbrough und Warrington (Großbritannien) zusammen.

 
Quelle: www.ostemarsch.de