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"Achtes Weltwunder" in Osten an der Oste

14. 8. 2004

Unter der Überschrift "Königliche Hilfe - Schwebefähre von Osten wird restauriert" heißt es in einem Bericht, den die Nachrichtenagentur ddp am Freitag bundesweit verbreitete, wörtlich:

Osten (ddp-nrd). Die vor drei Jahren stillgelegte Schwebefähre von Osten bei Cuxhaven wird dank ideeller Hilfe von Spaniens König Juan Carlos I. restauriert. Bereits Ende Oktober soll das 95 Jahre alte Verkehrsmittel über dem Fluss Oste wieder in Betrieb gehen, wie die Arbeitsgemeinschaft Osteland am Freitag in Osten mitteilte. Juan Carlos habe als Ehrenvorsitzender des Weltverbandes der Schwebefähren mit seinem Appell zum Erhalt des Baudenkmals entscheidend zur Aufnahme der Erneuerungsarbeiten beigetragen.

Der «Eiffelturm des Nordens», wie die Fährbrücke wegen ihrer Stahlfachwerk-Bauweise genannt wird, war bei der Eröffnung 1909 im Kaiserreich als «achtes Weltwunder» gefeiert worden. 65 Jahre lang beförderte eine Gondel, die in Straßenhöhe über dem Fluss schwebt und an einem 30 Meter hohen Gerüst hängt,  Personen und Fahrzeuge von Ufer zu Ufer.

Als 1974 eine neue Straßenbrücke die Funktion der vom Verkehr überlasteten Schwebefähre übernahm, sollte die «eiserne Lady» dem Schneidbrenner zum Opfer fallen. Doch eine Bürgerinitiative verhinderte den drohenden Abriss. Die Schwebefähre wurde als erste ihrer Art weltweit zum Baudenkmal erklärt und stand fortan Touristen für Demonstrationsfahrten zur Verfügung. Im Herbst 2001 wurde der Gigant wegen Baumängeln allerdings vom TÜV stillgelegt.

Vor wenigen Monaten setzte das Bundeskanzleramt die Schwebefähre auf die Liste der national bedeutsamen Baudenkmale. Mehr als ein halbes DutzendGeldgeber - von der Gemeinde über Kreis, Land und Bund bis hin zu diversen Stiftungen und zur EU - beteiligen sich an den Restaurierungskosten von rund 350 000 Euro.  Schwebefähren gibt es außer in deren Ursprungsland Spanien neben Deutschland nur noch in Großbritannien, Frankreich und Argentinien (www.schwebefaehre.org)."

Quelle: www.osteland.de