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1. Überbau

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Die Stützweite des eisernen Überbaues beträgt 80 m, wobei auf der Seite Ostens besondere Kragarme angeordnet sind, damit die Gondel nicht über Pfeilervorderkante hervortritt. Die Portale sind 25 m von Mitte zu Mitte auseinandergespreizt. Der eigentliche Tragbalken ist als Parallelträger mit einfacher Dreieckausfüllung und sekundären Diagonalen ausgebildet. Die Höhe und Fachweite desselben beträgt 8 m. Die Tragwandentfernung mißt 10 m. Die Konstruktionsunterkante liegt auf +30 m NN, um selbst den größten dort verkehrenden Seeschiffen die Durchfahrt zu gestatten. Der Windverband liegt in der Ebene des Obergurtes. Der Verband vermittelt die Übertragung des horizontalen Winddruckes nach in der Ebene der Auflager liegenden körperlich ausgebildeten Portalrahmen. An den Knotenpunkten sind besondere Zwischenquerrahmen zur Übertragung der auf den Wagen und den Untergurt fallenden Windlasten angeordnet. In Höhe des Untergurtes sind besondere Schienenträger befestigt, auf denen der Wagen auf vier Laufrädern läuft.

Die Fährgondel dient sowohl zum Transport von Wagen wie Personen. Die Hängekonstruktion ist als vollständig steifes Fachwerksystem ausgebildet, um die Schwankungen bei Windstößen möglichst zu vermindern. Die Plattform und der erhöhte Personenstand ist mit Holzbelag abgedeckt. Die Abmessungen der Plattform der Gondel sind 14 x 3,5 m, während für den Personenstand ein erhöhter, durch Konsolen getragener Ausbau auf der Südostseite der Gondel von 3 x 1,5 m, eventuell 4 x 1,5 m Größe angeordnet wird.

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Die neugebaute Gondel hat 1966 andere Maße bekommen, 16 m lang, 4,30 m breit. Die Konstruktionsunterkante liegt auf Cote +2,75 m, während die Plattform auf +3,30 m und der Personenstand zwei Stufen höher zu nehmen ist. Die Zufahrtsrampen sind mit einer Steigung von 1:40 ausgeführt.

Um in den Endstellungen Stöße der anfahrenden Gondel zu vermeiden, sind im Mauerwerk kräftige Puffer nach Art der Eisenbahnpuffer vorgesehen. Die gesamte Konstruktion der Fährgondel ist an vier Laufrädern von 1400 mm Durchmesser aufgehängt. Der Raddurchmesser ist möglichst groß gewählt, um den Laufwiderstand tunlichst herabzumindern; außerdem sind die Räder in ihren Naben auf Walzen gelagert. Alle vier Laufräder werden angetrieben.

Die Bremsung der in Bewegung befindlichen Fährgondel erfolgt durch zwei kräftig wirkende Backenbremsen, welche vom Führerstand auf der Personenplattform durch Elektromagneten bedient werden. Ein Anhalten der Fährgondel kann an jeder beliebigen Stelle der Laufbahn erfolgen. Um ferner ein Überschreiten der Endlagen unmöglich zu machen, sind zwei selbsttätig wirkende Endausschalter in den Stromkreis der Motoren eingeschaltet. Ferner sind besondere Führungsrollen mit senkrechter Achse zur Sicherung gegen Abheben bei seitlichem Wind und gegen das Einklammern der Laufräder vorgesehen. Als Material ist Thomasflußeisen nach den Normbedingungen vorgesehen. Es ist in Aussicht genommen, die beiden Ständer zwischen hölzernen Gerüsten aufzubauen, sodann provisorisch nach hinten zu verankern und den oberen horizontalen Träger an beiden Seiten frei vorzubauen.

Der statistischen Untersuchung ist außer dem Eigengewicht eine 18-t-Walze bzw. ein 12-t-Wagen und Menschengedränge von 400 kg/qm zugrunde gelegt. Der Winddruck wurde bei bewegter Last zu 150 kg/qm festgesetzt. Bei einem solchen Winddruck sollen schwerere Lasten wie Walze und dem Winde große Flächen bietende Fuhrwerke - wie Heuwagen - nicht übergesetzt werden, vielmehr sollen bei diesem Winddrucke nicht mehr als 10 t Last aufgenommen werden, was ungefähr einer Belastung von 130 bis 140 Personen gleichkommt. Auf die unbelastete, nicht betriebene Brücke sind 250 kg/qm angenommen.

Die gesamte zu bewegende Last beträgt mit dem Eigengewicht des Wagens 65 t. Für die Fahrbahn- und Fußwegteile ist eine Beanspruchung von 85 t/qdm bzw. bei Berücksichtigung der 18-t-Walze, die nur in äußerst seltenen Fällen vorkommt, zu 100 t/qdm anzunehmen. Für die Konstruktion des Wagens ist die Beanspruchung einschließlich Windeinfluß zu 120 t/qdm festgesetzt. Für den Überbau dagegen sind 110 t/qdm bzw. mit dem Windeinfluß 140 t/qdm und bei einer Stützenerweiterung der als Zweigelenkbögen wirkenden Portalrahmen von 10 cm eine Beanspruchung von 160 t/qdm. Die auf Druck beanspruchten Glieder werden nach Euler mit einer fünffachen Sicherheit untersucht, bei Berücksichtigung des Windes mit einer vierfachen Sicherheit.

2. Unterbau

Der Unterbau besteht aus vier Betonpfeilern für die Füße der Portale und aus zwei Widerlagern für die Rampen, die zugleich die Anlandevorrichtung für die Fähreinfahrt aufnehmen. Die vier Pfeiler sind von einer Spundwand umschlossen, deren Oberkante auf -0,50 steht und deren Spitzen bis -5 m bzw. -4 m reichen. Das Material der Wand und der Zargen ist Kiefernholz, das der Pfähle ebenfalls. Die Rammtiefe der Spundwand ist -5 m bzw. -4 m. Die Pfähle stehen mit ihrer Spitze auf zirka -8m und sind zum größten Teil schräg gerammt, um die auf die Pfeiler wirkenden Horizontalschübe möglichst direkt aufzunehmen. Das Fundament der Pfeiler und die Widerlager bestehen aus einer Mischung von einem Teil Zement, drei Teilen Sand und sechs Teilen Hartbrandziegelbrocken. Die Pfeiler erhalten dieselbe Mischung. Die zutage tretenden Ansichtsflächen werden mit einer Mischung von einem Teil Zement und einem Teil scharfen Sand sauber abgeputzt.


- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -